Granberget - Jokkmokk
01.06.2009
Ganberget - Vilhelmina - Volgsele
Entfernung: 47 km - Zeit: 3 Stunden 28 Minuten - Durchschnitt: 13,6 km/h
Um 9 Uhr nehmen wir die 26 km bis Vilhelmina in
Angriff. Die 2000 km Marke überfahren wir genau um 9 Uhr 25 Minuten und feiern
sie traditionell mit 2 Gummibärchen (sind inzwischen aber Haribo Euros). Weiter
geht es und immer Berg auf und ab. Das schafft uns mächtig, auch wenn unsere
Kondition besser geworden ist und wir die meißten Berge tatsächlich hoch fahren
und nicht so viele schieben müssen. Dazu kommt, dass das Müsli nicht dauerhaft
Energie spendet und wir schon um 10 Uhr 30 wieder Hunger haben.
In
Vilhelmina
gehen wir sofort in ein Café und trinken Kaffee und essen eigenes und
einen
gekauften Kuchen. Wieder nehmen wir das Mittagsangebot gern an und
bedienen uns
beim Knäckebrot und Brötchen. Fred holt noch den Computer ins Café. Wir
bereiten den Blog vor. Gut gesättigt gehen wir zur Touristeninfo.
Gleich
nebenan ist ein kleines nettes Museum und zwei junge Frauen haben uns
stolz
alles erklährt. Wir konnten sehen wie die Menschen gelebt haben und
welche
Handwerke hier ausgeübt wurden. Gegenüber der Touristeninfo ist ein
Händler, der Kunstgewerbe der Samen verkauft und gleichzeitig einen
Ausstellungsraum mit Dingen aus dem täglichen Leben der Samen
unterhält. Hier kann man unter anderem das größte Messer der Welt mit
87 kg sehen.
Jetzt wissen wir das die beste Möglichkeit ins
Internet zu gehen eine Bibliothek ist. Fred läßt mich am Blog arbeiten und
flirtet ein wenig mit den Bibliothekarinnen. Er wollte gern ein Messerblatt
kaufen und hat nun überall gefragt ob es irgendwo einen Messerschmied gibt. Die
zwei netten Damen haben für ihn telefoniert und doch tatsächlich eine Adresse
ausfindig gemacht. Also lagen noch 20 km vor uns. Gegen 18 Uhr sind wir
aufgebrochen und kurz nach 19 Uhr bei dem Messermacher eingetroffen. Fred hat
sich also die Messer und andere Kunstgegenstände. Gunilla kam dann auch aus dem
Haus und wir haben uns nett unterhalten. Inzwischen hatte Fred schon klar
gemacht, dass wir auf dem Grundstück unser Zelt aufstellen und ein Feuer machen
können. Das Grundstück liegt direkt an der Bahn und das Haus ist ein ehemaliger
Bahnhof. Der Platz ist schön, Fred macht ein schönes Feuer und wir kochen uns
noch eine schöne Nudelsuppe.
02.06.2009
Volgsele – Vojmån – Skarvjöby – Storuman –
Avasund
Entfernung: 64,5 km – Zeit: 4 Stunden 21 Minuten
– Durchschnitt: 14,8 km/h
Die Temperatur ist mächtig gefallen auf ca. 2 °C
und wir frieren in dieser Nacht. Unsere Seidenschlafsäcke werden wieder
rausgeholt. Früh haben wir ein wirklich nettes Gespräch mit Max und Gunilla
gehabt. Gunilla lädt uns für den Winter zu sich in die Berge ein.
9 Uhr 30
fahren wir los, eine Strecke die uns als eben beschrieben wurde (natürlich von
Autofahrern). Für uns war es eine ziemlich hüglige Strecke. Nach 8 km in Vojman
haben wir uns ein Haus (Bahnhofsgebäude) angesehen. Ein wirklich schönes Haus
mit reichlich Land dazu. Spannend, aber hier ist es uns zu kalt und der Winter
ist einfach zu lange. Als wir weiter fahren haben wir wieder Hagelschauer. Es
ist kalt und ungemütlich. In Skarvjöby essen wir auf einem Campingplatz Mittag.
Dort treffen wir ein deutsches Paar, welches regelmäßig 4 Monate im Sommer nach
Lappland kommt. Wir haben viel zu erzählen. Die Männer sind sich einig darüber
was wirklich wichtig ist. Feuerholz muss vorhanden sein, wo kann man einen
Fisch angeln oder wann reifen welche Beeren. Und tatsächlich verändern sich die
Prioritäten im Moment. Heute habe ich eine warme Dusche, dass ist Luxus! Weiter
geht es nach Storuman, wo wir einkaufen. Noch schnell ins Internet und Emails
ansehen. Wir kaufen uns noch ein Imprägniermittel für unsere Regensachen und
sind noch über die Inseln gefahren. Das Wetter gab es aber nicht her sich
länger auf den Inseln aufzuhalten, also sind wir zu einem ca. 5 km entfernten
Campingplatz. Wir nahmen an, dass es auf einem Campingplatz immer eine
Waschmaschine hat, mit der wir unsere Regensachen impränieren können. Leider
gab es keine Waschmaschine. Wir sind trotzdem geblieben und haben einfach die
warme Küche und Waschgelegenheiten genutzt. Abends regnet es und wir sind froh
dass wir nur zum schlafen ins Zelt kriechen brauchen.
03.06.2009
Avasund – Svarttäsk – Gubbträsk – Sandsjönäs –
Sandsele – Sorsele
Entfernung: 72 km – Zeit: 5 Stunden 2 Minuten –
Durchschnitt: 14,3 km/h
In der Nacht kühlt es sich sehr stark ab, Nachts
sind es um die -1°C. Als wir früh wach werden waren die Wassertropfen auf dem
Zelt gefrohren und die Wiese sah weiß aus. Es waren 3 °C gegen 7 Uhr. Da war es
gut die warme Küche zu haben. Wir haben alle Sachen zum Packen in die Küche
gebracht und noch auf ein wenig Sonne gewartet, damit das Zelt wenigstens
halbwegs abtrocknen kann. Es fängt wieder an zu regnen so dass sich unser Start
hinauszögert. Die Straße ist weiter hügelig und ihr könnt mir glauben, was aus
dem Auto nicht schlimm aussieht ist auf dem Fahrrad mit unserem Gepäck eine
sportliche Leistung. Ziemlich fertig durchqueren wir mehrere Dörfer, die wie
ausgestorben an der Straße liegen. Nirgendswo können wir einen Laden oder gar
einen Bäcker finden. Auf unserer Karte (ganz Schweden) sind Orte verzeichnet,
die gerade mal aus 2 Häusern bestehen. Jede Hoffnung stirbt, wenn man sieht,
was für ein „Dorf“ sich hinter einem Namen verbirgt. Nach 37 endlosen
Kilometern erreichen wir Sandsele in der Hoffnung hier einen Platz zum
Mittagessen zu finden. Ich habe gefrohren und war durch die Berge und den Wind
total entkräftet. Fred war aber auch fertig und hat in einem Laden, wo man von
außen gedeckte Tische sehen konnte, gefragt, ob wir vielleicht einen Kaffee
bekommen können. Eine nette Schwedin hat uns den Kaffee gekocht und noch
Zimtschnecken dazu verkauft. Eigentlich macht sie nur Catering und betreibt das
Café nicht mehr. Deshalb konnte man von außen auch nicht sehen was sich hinter
dem Laden verbirgt. Wir haben eine ausgiebige Pause gemacht, das tat gut. Für
mich ist es immer wieder erstaunlich, dass ich mich von körperlicher Belastung
doch recht schnell erholen kann. Nach ca. 1,5 Stunden sind wir wieder los in
Richtung Sorsele. Es hat immer wieder geregnet und auch gehagelt. In Sorsele
angekommen ist wiedermal alles schon zu. Wir haben die Stadt 16 Uhr 15 erreicht
und hatten weder die Möglichkeit in die Touristeninfo, das Eisenbahnmuseum oder
die Kirche zu gehen. Wir haben noch etwas eingekauft und sind dann zu einem Künstler
gefahren. Gille Höglander ist ein sehr humorvoller und interessanter Künstler.
Obwohl er nur wenig englisch spricht haben wir uns prächtig verstanden. Seine
Kunstwerke spiegeln seine Art von Humor wieder und dabei kann es durchaus etwas
derb zu gehen. Wenn er etwas zeigt hat er ein verschmitztes Lächeln auf dem
Gesicht. Ihn zu besuchen ist ein Muß, wenn man nach Sorsele kommt.
(www.gille.sorsele.nu)
Wir fahren über den Fluss Vindelvälven und suchen uns in
einem Waldstück eine geeignete Stelle für unser Zelt. Wir haben eine
Wendeschleife für Forstfahrzeuge gefunden und für gut befunden. Nun hieß es
Holz sammeln für ein großes Feuer, damit wir uns aufwärmen können. Als das Zelt
stand und das Feuer brannte, fing es wieder an zu regnen. Trotzdem haben wir uns
noch unsere Fischsuppe gekocht und sie bei Nieselregen am Feuer mit großem
Appetit gegessen.
04.06.2009
Sorsele – Burea – Slagnäs
Entfernung: 33 km – Zeit: 2 Stunden 38 Minuten –
Durchschnitt: 12,5 km/h
Wir haben ganz gut geschlafen und stehen bei ganzen
4 °C auf. Es hat die ganze Nacht geregnet. Fred macht sofort wieder das Feuer
an, denn obwohl er dicke Stämme aufgelegt hatte, hat der Regen geschafft das
Feuer zu löschen. Als Fred zum nahe gelegenen Fluss fahren will um Wasser zu
holen, stellen wir fest, dass er einen Platten hat. Wieder verzögert sich
unsere Abfahrt. Fred kann den Schlauch flicken und gegen 10 Uhr geht es endlich
los. Die Kirche hat jetzt auf und so gehen wir rein. Uns gefallen die
Schwedischen Kirchen. Sie sind schlicht und einfach und strahlen eine angenehme
Ruhe aus. In der Bibliothek schauen wir kurz nach unseren Mails und fahren dann
zur Touristeninfo und dem Eisenbahnmuseum. Das Museum ist komplett in
schwedisch und erst auf Nachfrage bekommen wir eine deutsche Zusammenfassung
der Geschichte der Inlandsbahn. Nach der 30 jährigen Bauzeit wurde diese
Strecke extrem wenig genutzt. Heute fahren nur im Sommer von Mitte Juni bis
August täglich ein Zug von Norden nach Süden und ein Zug von Süden nach Norden.
Der Zugverkehr ist eine reine Touristenattraktion. Wir setzen uns an einem
Parkplatz auf eine Bank und essen unser Mittag. Da hält ein deutsches Wohnmobil
ganz in unserer Nähe und Fred empfielt der Frau am Steuer den Künstler Gille
den wir gestern besuchten. Britta ist 70 Jahre alt und mit ihrem Wohnmobil
allein unterwegs. Wir kommen sofort ins Gespräch und sie empfielt uns einen
Zeltplatz in 31 km Entfernung. Da wir annahmen in eine andere Richtung zu
fahren, hatten wir kein Interesse daran. Später haben wir festgestellt, dass es
doch unsere Richtung ist und haben jedes Wohnmobil angeschaut, ob Britta uns
überholt. Mit viel gehupe hat sie uns dann auch überholt. Wir haben uns zum
Kaffee bei ihr auf dem besagten Campingplatz in Slagnäs verabredet. Zu dem
Zeitpunkt hatten wir noch 17 km vor uns und immer schön Berg auf und ab. Es war
so anstrengend. Ziemlich fertig sind wir in Slagnäs angekommen. Es gibt sofort
Kaffee und wir lernen Tobi (einen der Besitzer) erst später kennen. Seine
Freundin Sabrina ist heute unterwegs. Sie will ein Pferd kaufen, da sie auf dem
Campingplatz auch Reiten anbieten wollen. In einer netten Runde sitzen wir
einige Zeit bei Rotwein, Käse und Schinken zusammen. Britta ist so lebensfroh
mit ihren 70 Jahren, dass wir ganz begeistert von ihr sind. Nach dieser netten
Runde bauen wir unser Zelt auf und waschen die schmutzigen Sachen. Da wir hier
eine Waschmaschine zur Verfügung haben, werden auch gleich unsere Regensachen
imprägniert. Nach dem Abendessen treffen wir uns noch einmal mit Britta im
Aufenthaltsraum. Erst um 23 Uhr, es ist immernoch taghell, ziehen wir uns in
unser Zelt zum schlafen zurück.
05.06.2009
Slagnäs – Avaviken – Arvidsjaur
Entfernung: 56 km – Zeit: 4 Stunden 21 Minuten –
Durchschnitt: 13 km/h
Fred ist wie immer schon um 6 Uhr auf den Beinen
und ich komme schwer aus dem Bett. Irgendwie bin ich schlapp und möchte am
liebsten bleiben. Die Leute sind nett und das Wetter ist eh nicht so gut, es
war die Nacht wieder nur 1 °C. Fred zieht es weiter und so nehmen wir Abschied
von Britta, Sabrina und Tobi. Natürlich muss uns Britta noch ihr Pferd zeigen,
was ab nächster Woche in Slagnäs sein wird. Das ganze Dorf ist schon aufgeregt,
dass auf dem Campingplatz die Möglichkeit zum Reiten geschaffen
wird.(www.slagnascamping.com)
Kurz nach Slagnäs stehen auf einmal Rentiere auf
der Straße. Fred holt gleich die Kamera raus und schießt ein paar Fotos. Die
Rentiere stammen aus dem Bestand der Samen hier in der Gegend. Sie laufen frei
herum haben aber teilweise ein Halsband um, eine Farbmakierung oder Glocken um
den Hals.
Wir halten auf dem Weg noch ein paar mal wegen Rentieren an. Wieder geht es die Berge hoch und runter und wieder haben wir Wind von Norden und es ist kalt, so dass auch diese Fahrt zu einer Strapaze wird. Wir kämpfen uns von Dorf zu Dorf in der Hoffnung irgendwo im Warmen unser Mittag essen zu können. In Avaviken reicht es mir dann, ich kann einfach nicht mehr. Ich klingle einfach an einer Tür. Eine Dame aus Gambia öffnet mir und ich bin im ersten Moment etwas irritiert. Ich frage sie, ob es irgendwo hier in der Nähe einen Platz gibt wo wir unser Mittag essen können. Erst verweist sie mich auf Arvidjaur, aber als sie bemerkt, dass wir mit dem Fahrrad unterwegs sind, bittet sie uns rein. Wir sitzen in ihrer Küche und essen unser Brot. Sie hat uns heiß Wasser gemacht – so haben wir schönen heißen Tee. Auf einmal bekomme ich Durchfall und bin total erschlagen. Fred unterhält sich mit dem Pärchen und ich schlafe am Küchentisch ein. Nach einer halben Stunde weckt er mich. Wir fahren weiter nach Arvidsjaur. In Arvidsjaur angekommen schaffen wir es gerade noch so in die Touristeninfo zu gehen. Eigentlich ist sie seit 5 Minuten geschlossen. Peter gibt uns ein paar Hinweise mit auf den Weg, was wir uns ansehen können. In Arvidsjaur ist kein Café mehr geöffnet. Der morgige Feiertag wirft seine Schatten voraus. Wir suchen nach einer Herberge, da die nächste Nacht wieder kalt werden soll. In der Lappland-Lodge werden wir fündig und ich liege gleich nach dem Abendessen um 20 Uhr im Bett. Fred geht noch ein paar Fotos schießen und arbeitet ein wenig am Computer. So begrüßt Arvidsjaur seine Gäste.
Die Kirche von Arvidsjaur.
06.06.2009
Arvidsjaur – Akkavare – Rönnberg – Auktsjaur –
Stomyrtorp – Tjappsålve
Entfernung: 43 km – Zeit: 3 Stunden 30 Minuten –
Durchschnitt: 12,2 km/h
Haben gut geschlafen und mir geht es auch wieder
besser nach 10 Stunden Schlaf. Gegen 9 Uhr fahren wir los. Die Stadt ist wie
ausgestorben. Wir treffen keine Menschen auf der Straße und alles ist
geschlossen. Das Wetter läßt zu wünschen übrig. Es ist trotz anfänglicher Sonne
wieder kalt und es fängt sogar an zu schneien. Wir bummeln noch ein wenig im
Tankstellenshop umher und fahren dann doch los. Vor Rönnberg kommt der
angekündigte lange Berg. Wir überwinden ca. 150 Höhenmeter auf einer Strecke
von etwa 8 km.In Rönnberg angekommen klingeln wir an einem Haus um
herauszufinden wo hier der Deutsche wohnt, den uns Peter aus der Touristeninfo
in Arvidsjaur empfohlen hat. Ossian und seine Tochter erklären uns bereitwillig
wo wir ihn finden. Dann stellt Fred seine Standartfrage nach den Messern und
wir fahren zu Ossian nach Haus. Dort zeigt er uns seine Messer und die ganz
kleinen Messer, die er als Talisman an Ketten verkauft. Beide Männer
fachsimpeln und verstehen sich blendend. Wir kaufen einen Talisman für mich und
ein Messerblatt für Fred. Ein Stück Leder für die Messerscheide bekommt er auch
gleich mit. Dann gehen sie noch in den Holzschuppen und Ossian sucht nach einer
Birkenknolle die er Fred mitgeben kann, aber alle sind zu groß fürs Fahrrad.
Wir fahren weiter zu dem Deutschen aus Neustadt an der Saale. Er verbringt hier
ca. 6 Wochen im Jahr und werkelt an seinem Haus herum. Er will seinen
Lebensabend hier verbringen. Wir essen bei ihm unser Mittag und trinken einen
Tee. Weiter geht es nach Auktsjaur wo ein Kunsthandwerker sein soll, der auch
Messer macht und diese verkauft. Wir fragen gleich am ersten Haus und haben
auch gleich den Richtigen. Er zeigt uns seine Messer, die teilweise als Griff
eine Tasse haben oder vielleicht die Tassen in deren Griff ein Messer steckt.
Die Tassen sind aus Birkenknollen nach alter Samen-Art geschnitzt und
wunderschön.
Weiter geht es zu einem Huskie-Camp, die einem deutschen Pärchen
gehört. Auch eine Galerie soll sich vor Ort befinden. Alles Tipps von Peter aus
der Touristeninfo. In Stomyrtorp biegen wir links ab und fahren den Berg rauf
nach Tjappsålve. Dort besuchen wir als erstes Marijke und Franz, ein
Niederländisches Paar. Sie haben eine kleine Galerie in der Marijke Fotos,
eigene Postkarten und Kleinkunst zeigt, die sie in Schweden gemacht hat. Hier sollte man unbedingt anhalten und mal rein schauen. Wir
trinken noch einen Kaffee und unterhalten uns lange und angeregt.
(collectivus-photo.blogspot.com) Gegen 18 Uhr fahren wir weiter zum Huskie-Camp.
Michael und Heike betreiben das Huskie-Camp jetzt seit einem Jahr und haben noch
einige Pläne. So sind sie derzeit damit beschäftigt ein Saunahaus zu bauen und
ein Gästehaus soll dem noch in diesem Sommer folgen. (www.burning-snow.com) Wir
bleiben hier und schlafen bei ihnen.
07.06.2009
Tjappsålve – Stomyrtorp – Moskosel – Norden –
Kåbdalis
Entfernung: 66 km – Zeit: 4 Stunden 50 Minuten –
Durchschnitt: 13,7 km/h
8 Uhr 30 fahren wir nach einem gemeinsamen
Frühstück von der Farm los. Michael, sein Vater und ein Mann aus dem Dorf sind
schon wieder dabei am Saunahaus zu bauen. Wir machen noch kurz Stopp bei
Marijke und Franz um Tschüß zu sagen. Wir haben uns so viel zu erzählen, dass
es schwierig wird loszufahren. Nach einem ganz kleinen Kaffee reißen wir uns
los. Wieder auf der Piste quälen wir uns wieder mit dem Wetter und den Bergen
rum. Es schneit, hagelt und regnet immer wieder und wechselt sich mit kurzem
Sonnenschein ab. Wir ziehen unsere Regensachen mehrmals an und aus. In Moskosel
fragen wir nur nach Wasser und fahren gleich weiter. Dann kommt 40 km kein
Haus. Es ist längst Zeit Mittag zu essen, aber hier ist einfach nichts. Als
zwischendrin mal die Sonne scheint, treffen wir wieder auf Rentiere.
In dem Moment wo wir wieder auf dem Rad sitzen, regnet es wieder. Da das Wetter aber so kalt und nass ist, wollen wir uns nicht an den Straßenrand setzen und essen. Würde eh schlecht gehen, da hier wieder viel Hochmoor ist. In Norden (einem Ort bestehend aus zwei Höfen) klingeln wir bei Ebbe und Christine. Hier essen wir unser Mittag und trinken reichlich Tee. Die beiden wohnen in einem wunderschönen alten Haus. Sie haben es sehr geschmackvoll ausgebaut, wir sind begeistert. Beide sind sehr nett und wir unterhalten uns lange mit ihnen. Draußen scheint die Sonne wie zum Hohn. Als wir los wollen muss Ebbe Fred noch seine Werkstätten zeigen. Gut gelaunt steigen wir wieder aufs Rad obwohl uns gleich ein etwa 1,5 km langer Berganstieg erwartet. Wir haben ca. 100 Höhenmeter zu überwinden. Das Wetter schlägt wieder um und es regnet. Weiter geht es immer im Wechsel zwischen Regen und Sonne. Kabdalis ist erstmal der letzte Ort in dem Bereich. Wir beschließen nach einem Zimmer oder kleinen Haus (Stuga) zu fragen. Wir werden fündig und bleiben hier. Ich nutze die Zeit den Blog vorzubereiten und Fred fängt noch schnell ein paar kleine Fische, die wir natürlich noch braten und essen. Die schöne Abendstimmung läßt sich in Bildern kaum wiedergeben, dennoch ein kleiner Versuch.
08.06.2009
Kåbdalis – Apokätno – Polarkreis – Jokkmokk
Entfernung: 66 km – Zeit: 3 Stunden 57 Minuten –
Durchschnitt: 16,7 km/h
Gut geschlafen und gut gefrühstückt machen wir
uns 8 Uhr 45 auf den Weg. Bei schönstem Sonnenschein fällt der Start leicht
auch wenn die versprochende ebene Straße ausblieb. Schon nach kurzer Zeit
bezieht sich der Himmel wieder und es gibt auch wieder Regen, Schnee und
Hagelschauer. Die Straße fährt sich gut und wir kommen gut voran. Eines ist
jetzt klar, ich brauche dem Fred keine Hörner mehr aufsetzen, das hat er schon
selber getan. Seit heute ist Freds Fahrad gehörnt und das Rentier fährt immer
mit.
Schon gegen Mittag sind wir in Apokätno bei Wolfgang
einem deutschen Messermacher, der hier lebt und arbeitet. Fred ist ganz
begeistert von seinen Messern und stellt viele Fragen und fachsimpelt lange mit
ihm.
Weiter geht es in Richtung Jokkmokk, wo wir ca. 10
km vorher gegen 15 Uhr 30 den nördlichen Polarkreis überqueren. Leider ist der
Platz recht unspektakulär und das Restaurant, wo es auch die Zertifikate geben
sollte, wie vieles hier – geschlossen!!
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Hallo,
ihr habt oben einen Mann aus halle an der Saale, - die Tassen mit Griff im Messer sind super.Was haben die gekostet?
hat der eine kontoakadresse/Email?
Danke schön,
Stefanie
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